Förderung mit Mitteln aus dem Umwelt-Innovationsprogramm

Es war ein großer Tag für die Märkische Scholle als im Sommer 2015 die Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, Barbara Hendricks, es sich nicht nehmen ließ, der Berliner Wohnungsbaugenossenschaft Märkische Scholle persönlich einen Zuwendungsbescheid in Höhe von rund 740.000,- Euro aus dem Umweltinnovationsprogramm (UIP) zu überreichen.

Mit dem Umweltinnovationsprogramm wird die erstmalige, großtechnische Anwendung einer innovativen Technologie gefördert. Das Vorhaben muss über den Stand der Technik hinausgehen und sollte Demonstrationscharakter haben. Die beschriebenen Merkmale treffen alle auf das mehrfach ausgezeichnete Sanierungsprojekt der Genossenschaft in der Gartenstadt Lichterfelde Süd zu. Neben der Sanierung, von der im gesamten Quartier mehr als 800 Wohnungen aus den 30er- und 60er-Jahren betroffen sind, sorgt die Märkische Scholle im Zuge von Dachgeschossaufbauten und Verdichtungsbauten auch für neuen Wohnraum nahe der Stadt-/Landesgrenze zu Teltow.

Jochen Icken, technischer Vorstand der Genossenschaft, freute sich: „Mit Hilfe einer solchen Förderung haben wir bis zum Jahr 2018 die Möglichkeit, unser regeneratives Energiekonzept in der Wohnanlage durch die Vernetzung von vier 30er-Jahre-Gebäuden zu einem lokalen Micro Grid sowie den Einbau von Stromspeichern zu erweitern und somit die Sanierung von älteren Mehrfamilienhäusern mit einer autarken, CO2-freien Anlagentechnik zu realisieren. Darüber hinaus unterstützen die UIP-Mittel unser Ziel, die energetische Sanierung in der ´Gartenstadt Lichterfelde Süd` für die Mitglieder weiterhin annähernd warmmietenneutral umsetzen zu können.“

Mehr noch: Da die Gebäude künftig keine Fernwärme mehr zum Heizen und keine elektrische Energie für den Betrieb von Durchlauferhitzern benötigen, können durch die Sanierung pro Jahr 269,2 Tonnen CO2-Emissionen eingespart werden.

Die Bundesministerin, die einen symbolischen Scheck im Gepäck hatte, betonte: „Es ist mir eine große Freude, dass erstmals eine Wohnungsbaugenossenschaft mit Mitteln aus dem UIP gefördert wird. Neben dem innovativen Energiekonzept, ist uns vor allem die soziale Umsetzung der Maßnahmen positiv aufgefallen. Heißt: Energetische Sanierung muss nicht zwingend auf dem Rücken der Mieter ausgetragen werden. Ich hoffe sehr, dass der konzeptionelle Ansatz der Märkischen Scholle bundesweit Nachahmer findet.“

Laut Margit Piatyszek-Lössl, kaufmännischer Vorstand der Märkischen Scholle ist die Auszeichnung „eine weitere Bestätigung dafür, dass wir mit unserem sozialverträglichen Ansatz der umfassenden energetischen Sanierung im Quartier den richtigen Weg gewählt haben.“

Weitere Informationen zum Förderprogramm und zum Vorhaben unter:

http://www.umweltinnovationsprogramm.de/projekte